STRUKTUR MIT HERZ

Die wichtigste Grundlage für Glück und Erfolg

Hallo ihr Lieben,

ich bin überwältigt von den vielen, positiven Rückmeldungen zu meinem ersten Blogeintrag – herzlichen Dank dafür!

Ihr habt mich motiviert, schneller weiterzumachen als geplant. Fühlt sich gut an;-) und ist auch schon mein erster Tipp: Plane immer Pufferzeiten ein. Doch später mehr. 

STRUKTUR MIT HERZ ist meine Grundlage, auf der alles andere aufbaut. Meine Strategie, mit der ich bisher immer gut gefahren bin. 

Sei es bei zeitintensiven Hobbys während Schulzeit / Studium / Job, beim Doktorarbeit schreiben mit Kleinkind oder in meiner Führungsposition in Teilzeit mit zwei Kids in Kita und Schule. Sei es in stressigen, freudigen oder traurigen Zeiten und auch jetzt: 

Drei wilde Jungs (bzw. vier, wenn ich meinen Mann mitzähle;-) ohne großes Geschrei durch den Tag zu bringen, gelingt mir deutlich besser durch STRUKTUR MIT HERZ.

Aber Struktur? Klingt das nicht nach Disziplin? Erinnert es dich an ein Müssen? Sträubt sich in dir etwas, weil es sich für dich nach Einschränkung anhört? 

Ja, manche vorgegebenen Strukturen können einschränken. Aber dann liegt das nur an dem Wörtchen „vorgegeben“. Dann schau, was du ändern kannst.

Struktur hat nichts Negatives, Einengendes. Es hat auch nichts damit zu tun, sich selbst zu geißeln oder den Tag akribisch durchzutakten. Ganz im Gegenteil:

Ich verstehe darunter ein Gerüst, an dem du dich entlang hangeln kannst.

Struktur bringt dir mehr Klarheit über deine Ziele, mehr Freiheit in deinem Handeln, mehr Effektivität und somit mehr Freizeit. Also das Ziel, bei dem ich dich begleiten möchte: Mehr Erfolg bei mehr Lebensqualität.

Wie? Dazu gibt es Tausende von Ideen, viele Zeit- und Selbstmanagement-Tipps und noch mehr gute Beispiele, die ich nach und nach in meinem Blog aufarbeite.

Heute das Grundgerüst: STRUKTUR MIT HERZ.

Mein Vorschlag dazu:

  1. Mache dir einen Plan für die nächsten Monate

Was steht an? Was will ich erreichen? Was ist mir wichtig? Wo lege ich Schwerpunkte?

Vielleicht führst du eine Strichliste, vielleicht nimmst du einen klassischen Jahresplan als Grundlage, vielleicht versuchst du dich an einer Mindmap oder schreibst einfach kreuz und quer und unterstreichst dann, was dir am wichtigsten ist.

Schau, was dir Spaß macht und am meisten liegt. Ich mache eine wilde Mischung aus allem;-)

Hänge die Übersicht an deinen Kühlschrank, um sie täglich vor Augen zu haben. Das verschafft dir Zielklarheit. Das schafft Struktur in deinem Kopf.

Du sicherst dir Vorfreude durch den anstehenden Geburtstag oder die Urlaubstage, die du dick markiert hast. Du bist motiviert anzufangen, weil da steht: Im Mai Steuererklärung abgeben, im September Konzert singen.

(Tipp: Wenn du dir die unliebsame Steuererklärung in kleine Etappen über mehrere Wochen einteilst, fällt sie unter vielen anderen Momenten weniger ins Gewicht und „versaut dir nicht eine Woche deines Lebens“;-)

  1. Mache dir einen Plan für die nächste Woche

Stell dir dieselben Fragen wie oben und setze dir ein konkretes Ziel (z.B. Bücher aussortieren, die Joggingstrecke in 30 Minuten schaffen, den Film schauen, den du längst schauen wolltest o.ä.) 

Du siehst – solch ein Ziel steht vielleicht nicht in deinem Smartphone-Kalender. Genau das ist aber dein Herz-Anteil, dein Wunsch, dein Bedürfnis. Und genau solch eine Zielerreichung – und sei sie noch so klein – verschafft dir Glück und Erfolg.

Deshalb sitze ich sonntags mit meinem Mann zusammen und bespreche kurz, was in der Woche ansteht. Wir notieren alles handschriftlich, unterstreichen, kringeln ein (für mich total wichtig, da flexibler und bildhafter) und schaffen so bewusst Zeitfenster für Dinge, die uns wichtig sind.

Mein Tipp hier: Mach eine schöne Zeit, ein Ritual – bspw. mit einem Weinglas in der Hand – daraus;-)

  1. Vergiss dabei nie dein Herz

Wenn du Gefallen an einem „Wochenplan“ gefunden hast, überlege, ob es dir wert ist, täglich 5 Minuten in einen „Tagesplan“ zu investieren. Ich kann das nur empfehlen.

Wie gesagt: Es ist egal, wie der aussieht. Deine Wünsche und Bedürfnisse (und möglichst auch die deiner Mitmenschen) vor Augen zu haben, wird dir einen enormen Vorteil bringen. Du kannst Prioritäten setzen, Rituale etablieren.

Du kannst an Zielen ‚dranbleiben‘ und ihnen durch kleine Schritte in die richtige Richtung zumindest näher kommen. Das macht dich garantiert glücklicher und erfolgreicher.

Dabei ist dein Herz der wichtigste Kompass!

Denn es geht nicht darum, Ziele um jeden Preis durchzusetzen. Achte auf deine Familie, deine Freunde und auf dich selbst.

Sei nicht zu streng zu dir. Plane großherzig Pausen und Pufferzeiten für Anrufe, Anfragen, Freunde, Kindersorgen, innere Schweinehunde oder was auch immer ein (die ALPEN-Methode empfiehlt bspw. 40% der Zeit). 

So kommst du produktiv und entspannt durch den Tag. Bist motiviert (weil „Belohnung“ naht) und glücklich, wenn du etwas (vielleicht sogar vor der Zeit) geschafft hast. Deutlich besser als dich unter Druck zu setzen und enttäuscht zu sein, wenn du es nicht hinbekommen hast.

Setze Anker, die dir einen schönen Moment sichern, bspw. durch Meditation, Yoga, Sport oder Musik.

Routinen helfen bei unliebsamen Dingen. Ich habe mir zum Beispiel angewöhnt: Nach dem Frühstück Wäsche einschalten, vor dem Mittagessen auf die Wäscheleine/ in den Trockner und vor dem Abendessen verteilen (Kids können da wunderbar mit eingespannt werden). So läuft das fast nebenbei und ich bin freudig überrascht, wenn ich es einen Tag nicht tun muss;-)

Hier, wie so oft, gilt: Teile dir Aufgaben in kleine, bezwingbare Etappen ein, statt Berge anzuhäufen und dann einen ätzenden Wasch-, Aufräum- oder Steuertag zu haben. Setze dir SMARTe Ziele, wie der Zeitmanagement-Guru sagen würde (spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert).

Das Homeschooling meines Großen gestalten wir übrigens erfolgreich in Zeiteinheiten mit 20-25 Minuten (Tipp von der Tante, die seit 3 Jahren Homeschooling betreibt, gefußt auf der Pomodoro-Technik: ca. 25min Arbeiten, dann 5min Pause, dann nächste Einheit und nach 3 Einheiten eine längere Pause).

So schafft er in der Regel das Pensum, dass er von der Schule aufgetragen bekommt + Gitarre üben entspannt am Vormittag und ist sehr happy damit.

Ja, es gibt noch viele Tipps zu STRUKTUR MIT HERZ.

Leidenschaft und Hingabe sind mir bspw. sehr wichtig, weil dann Energie, Motivation und Ausdauer meist von selbst sprudeln. Und wenn du weißt, was du willst, zeigst du auch eine gewisse Entschlossenheit, Dinge weiterzuverfolgen.

Umwege und Hürden sind dann kein Grund aufzugeben, sondern schlicht Herausforderungen, die dir helfen, Ziele zu überdenken und neue, kreative Lösungen zu finden (s. Corona mal anders).

Ja, das bedarf Vertrauen und Mut, viel Humor und noch mehr Flexibilität, aber du wirst auch belohnt durch das Erreichen kleiner wie großer Ziele.

Also: Setz dich gleich ran an deinen Wochenplan, mache dir deine Ziele bewusst und zeige vor allem ganz viel Herz.

Alles Liebe & Gute,

deine STEPH

CORONA MAL ANDERS

3 Ideen für den Umgang mit Krisen

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog!

Das ist mein erster Beitrag und ich bin gespannt und neugierig, wohin das führt… „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ schrieb Hermann Hesse in seinem Gedicht Stufen. Ein optimistisches Gedicht über das Leben im Jahre 1941, also mitten im 2. Weltkrieg? Krise als Chance, Weiterentwicklung sehen? Ja, darum geht es auch mir heute. Corona mal anders denken… 

Gleich vorweg: Mir ist bewusst, dass es manche Menschen hart getroffen hat. Das möchte ich sicher nicht verharmlosen! Was ich allerdings in meinem Umfeld mitbekomme, ist weder plötzliche Armut noch Tod oder sonstige Hoffnungslosigkeit, sondern schlicht Unmut, weil etwas anders als gewohnt verläuft. Daher meine drei Ideen für einen anderen Umgang mit der Krise:

  1. Kämpfe nicht gegen Wellen, lass dich von ihnen in die Zukunft tragen.

Wie oft warst du darauf bedacht, dass alles so läuft wie immer? 

Ich freue mich, wenn der Alltag möglichst reibungslos verläuft. Strukturiert, mit Pausen zum Luft holen… In meinem Fall hieß das in den Monaten vor Corona: Mann geht zur Arbeit, großer Sohn zur Grundschule, der Mittlere zum Kindergarten und mit dem Kleinsten im Tragetuch konnte ich neben Haushalt & Co zwischendurch spazieren gehen, mich mit Freunden treffen, abschalten. 

Und nun? Corona! Alles durcheinander. Erst zwei Wochen Quarantäne, weil die Erzieherin im Kindergarten positiv war. Dann Aufregung, weil die Kids selbst mit hohem Fieber und Atembeschwerden flach lagen. Inzwischen Klarheit, dass wegen meiner vorgeschädigten Lunge besondere Vorsicht geboten ist und in absehbarer Zeit auch weiterhin keiner der Jungs in Schule, Kindergarten oder zu Freunden sollte. Mein Mann muss/darf dagegen wie gewohnt zur Arbeit, Homeoffice nicht gewünscht?!

Frei nach Goethe: „Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor. Heiße Magister (bzw. Master;), heiße Doktor gar“ …und bringe dennoch nicht wie geplant nun auch den Jüngsten zur Kita und suche mir Arbeit, sondern bleibe stattdessen wohl noch eine ganze Weile zu Hause mit allen drei Kids 24/7 um mich herum. Werde Vollzeit-Erzieherin, Grundschul- und Musikschullehrerin, Trainerin, Dauer-Köchin einer hungrigen Meute u.v.m. 

Du wirst sicher eine ähnliche Geschichte auf Lager haben, wie Corona deine Vorstellung von 2020 oder gar deine gesamte Lebensplanung durchkreuzte. Vielleicht auch, dass du dadurch finanzielle Einbußen hast, dich überfordert fühlst und/oder allein gelassen? 

Ja, es ist mitunter anstrengend, beängstigend, frustrierend! Und ja, es ist in Ordnung traurig, enttäuscht oder wütend zu sein, wenn Dinge anders verlaufen als geplant. Solche Gefühle gehören auch verarbeitet, keine Frage. Aber dann:

Gegen Wellen anzukämpfen, die du nicht umgehen kannst, ist auf Dauer ermüdend, kostet viel Kraft und – sei mal ehrlich – was bringt es dir? 

Was hat es uns Deutschen gebracht, im Februar möglichst lange noch (während die Viren sich ungehindert verbreiteten) Normalität zu haben und auch jetzt schnell wieder Pseudo-Normalität zu wollen? Genau das Gegenteil: Für lange Zeit keine Rückkehr zum früheren Alltag, weil es sich nun in die Länge zieht. Weil wir nun mit Corona „leben müssen“. 

Ja, ich frage tatsächlich: Was wäre so schlimm daran gewesen, früher und in einen strikteren Lockdown zu gehen und diesen auch etwas länger durchzuziehen, wie bspw. Neuseeland es getan hat, um nach 7 Wochen virusfrei zu sein? (Vgl. Tagesschau-Artikel).

Aber nein: Stattdessen wird hier gekämpft, was das Zeug hält, damit alles schnell wieder „beim Alten“ ist. Ein Kämpfen gegen bestehende Wellen (= Viren), die auch die größten Verschwörungstheoretiker nicht wegdiskutieren können. 

Ein Kämpfen, weil die persönliche Freiheit bedroht ist? Begründet durch Aussagen, wie: „Ich will jederzeit ins Kino / zum Konzert / ins Restaurant gehen dürfen“ oder „Ich will meine Kinder wieder zum Kindergarten bringen, sonst bleibt ja keine Zeit für mich“? 

Keine Frage: Ich gehe auch sehr gerne auf kulturelle Veranstaltung, habe gerne Menschen um mich und lebe ein selbstbestimmtes Leben. Gleichzeitig bin ich sehr glücklich in einem demokratischen Land wie Deutschland zu leben, dessen Politiker Verantwortung übernehmen und durch die Verordnung von Schutzmaßnahmen für alle einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindert haben. 

Schade, dass der Kampf um Normalität besagte Politiker nun zu einem Einknicken brachte, bevor die Infektionszahlen wirklich überschaubar und eindämmbar wurden. Schade, dass wir nun doch wieder irgend so einen Mittelweg gehen, der versucht, es allen recht zu machen und dadurch keinem gerecht wird. Der ständige und langfristige Unsicherheit mit sich bringt. 

Individuelle Freiheit endet in unserer Gesellschaft nunmal dort, wo in die Freiheit und Menschenrechte anderer eingegriffen wird. Ich fahre ja auch nicht mit 100 km/h durch die Stadt. „Freiheit ist nur möglich, wenn sie in eine solidarische, gesellschaftliche Struktur eingebettet ist.“ (s. CoronaBlog).

Was also ist aus Solidarität und Verantwortung geworden? War und ist dieser Kampf gerade wirklich nötig und sinnvoll? Geht es hier tatsächlich um unsere Existenz oder vielleicht doch mehr um unser Ego?? Paddeln wir vielleicht nur aus Prinzip gegen Wellen, weil uns Neues / Ungewisses Angst macht?

  1. Schaue nicht darauf, was du nicht hast, sondern auf alles, was du hast.

Hast du auch das Gefühl, dass ein Meckern, was alles nicht geht, gerade zum guten Ton gehört? Und wie fühlst du dich wirklich derzeit?

Meine Familie wird beispielsweise betrauert, weil wir uns aufgrund meiner Vorerkrankung weiterhin nicht mit anderen Familien treffen. „Ihr müsst euch ja total eingesperrt fühlen, vereinsamen etc.“? Nein, lautet meine klare Antwort! 

Wir können doch täglich raus bei meist schönstem Wetter (vlg. dazu bspw. Spanien, wo nach 6 Wochen zum ersten Mal wieder ein Elternteil mit max. einem Kind für max. eine Stunde vor die Tür durfte). 

Wir machen Ausflüge, entdecken dabei andere Landschaften und Tiere. Unterhalten uns mit Menschen auf der Straße, im Wald. Wir skypen, chatten, telefonieren, haben nun beste Balkon- und Nachbars-Bekanntschaften.

Wir haben viel mehr Zeit für uns als Familie, wir spielen Spiele, werkeln, basteln, backen. (Apropos: Hattet ihr zu irgendeiner Zeit Engpässe in Sachen Wareneinkauf? Meine Schwägerin in Seattle hat sich Getreide und eine Getreidemühle zugelegt, weil Mehl oft nicht herzubekommen ist.)

Ja, es ist anders als bisher. Wir hatten sonst meist volle Wochenenden mit zahlreichen Freundes- und Freizeitaktivitäten und natürlich vermisse ich so manches Zusammenkommen. Aber ehrlich gesagt genieße ich auch die Zeit für und Konzentration auf uns als Familie. Mein Mann und meine Kinder im Übrigen auch;-)

Wie geht es dir? Sind bei dir vielleicht auch positive Erfahrungen in den vergangenen Monaten zu entdecken? Neue Qualitäten bestehender „Selbstverständlichkeiten“? Dinge, die du bewusster machst? Momente, die durchaus genießbar sind?

Freunde, die weit weg wohnen, sind mir durch die, nun gängige, Videotelefonie wieder näher gerückt. Hast du vielleicht auch in den vergangenen Wochen mehr tiefgründige Gespräche als zuvor geführt? Menschen, die sich Zeit nehmen oder Werte wie Verlässlichkeit und Empathie wahrgenommen?

Zukunftsforscher Matthias Horx bestätigt mein Gefühl: „Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zu Vereinsamung führten. Im Gegenteil. […] Die gesellschaftliche Höflichkeit, die wir vorher zunehmend vermissten, stieg an. […] Man kommunizierte wieder wirklich.“ (s. Horx: Die Welt nach Corona).

Also wieder eine Frage an dich: Sind wir gerade wirklich so arm dran, weil wir nicht wie gewohnt in die Kneipe, ins Fitnessstudio oder ins Kino gehen können? Ist es wirklich so entscheidend, was wir gerade nicht haben oder machen dürfen? 

Mach dir bewusst, was du alles hast. Ein Dach über dem Kopf, zu Essen, was der Magen begehrt, Gesundheit, Frieden im Land, Politiker, die helfen (nicht kontrollieren wollen, s. bspw. die tausendfach zwecks Datenschutz geprüfte Corona-App;-), liebe Menschen um dich herum u.v.m.

Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ (Francis Bacon). 

  1. Sehe die Krise als Chance zur Weiterentwicklung.

Wie fühlt es sich für dich an, die Krise als Chance zur Weiterentwicklung zu sehen? Sträubt sich erst einmal alles? Das ist okay. Bitte lass dich dennoch einen Moment darauf ein:

„Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen.“ (s. Horx).

Sehen wir doch mal das große Ganze, unsere Erde. In Sachen Umweltschutz steht Corona sogar in äußerst glanzvollem Licht: Viel weniger Umweltverschmutzung, Satellitenbilder frei von Smog.

Klar: „Niemand wünscht sich, dass die Welt ihren CO2-Fußabdruck auf diese Art und Weise reduziert. Die Frage ist, was wir daraus lernen.“ (s. Mast: Der Planet atmet auf). Menschen erkannten zum Beispiel, dass so manche Geschäftsreise wunderbar durch Videoschalte ersetzt werden kann. Das ist doch ein schöner, ausbaufähiger Ansatz, oder?

In Deutschland beispielsweise ein Ruck in Richtung digitaler Weiterentwicklung. Zumindest bundesweit im Bereich Bildung, anscheinend… (mein Großer bekam vor Wochen zugesichert, dass er die 2 Schulstunden täglich per Videoschalte mitmachen kann. Bislang wegen „technischer Probleme“ Fehlanzeige.) Auch hier wäre doch wünschenswert, dass sich neue, längst notwendige Denkweisen für die Zukunft bilden, oder was meinst du?

Und bei uns selbst? Sahst du nicht auch am Anfang der Krise einen ungeahnten Zusammenhalt unserer Gesellschaft? Solidarität, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit? Welch wunderbare Werte! Ich wünsche mir auch hier Nachhaltigkeit.

Aber gehen wir noch einen Schritt weiter: Direkt zu dir. War womöglich manch neue Erfahrung der vergangenen Wochen (Dinner@home, Autokino, mehr Kontakt mit Nachbarn o.ä.) ein Zugewinn für dich? 

Hat der Bruch mit der Gewohnheit (bspw. statt ins Fitnessstudio zu gehen im Wald zu laufen) gar Vorteile offenbart? Hat er dich veranlasst, anders und neu zu denken und zu der Gewissheit geführt, dass ‚anders‘ auch ‚besser‘ bedeuten kann?

Ja, ok – du wurdest vielleicht ausgebremst. Dein Plan von 2020 sah anders aus. Vielleicht hast du schmerzlich erfahren, dass mancher Freundschaft die nötige Tiefe fehlt, aber doch auch neue dazu gewonnen, oder?

Vielleicht hast du Ängste, beruflich abgehängt zu werden. Das kann ich verstehen. Auch mir sind Erfolg und Vorankommen, Strukturen und Ziele wichtig (s. auch meinen Lebenslauf;-), aber doch nicht um jeden Preis.

Jetzt zählt Herz. Jetzt zählt Menschlichkeit, Solidarität, Vertrauen und Gemeinwohl! Und das sind wunderbare Eigenschaften, die uns langfristig mehr voranbringen werden als alles andere. Das garantiere ich dir! 

Lass dich von den Wellen in die Zukunft tragen und wer weiß: Vielleicht kannst du auf der einen oder anderen sogar surfen und neue, ungeahnt schöne Strände entdecken.

Alles Liebe & Gute,

deine STEPH